Über dieses Blog: Persönliche Schlaglichter auf die Friedensarbeit vor Ort

Am

von

Katharina Jung

Hier soll es darum gehen, was dieses Blog will und wie es dazu kam. Vorab deshalb ein Auszug aus dem „Über uns“ der schwelle-Website: "Die Stiftung die schwelle setzt sich mit ihren Partnern für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung ein. Daher initiieren und unterstützen wir Projekte, die gesellschaftliche Veränderungen gewaltfrei gestalten und sich für soziale Gerechtigkeit, die Einhaltung und Verwirklichung von Menschenrechten sowie für einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt einsetzen." Und jetzt kommt’s: "Wichtig ist dabei, dass die Arbeit der Stiftung auf andere Projekte ausstrahlt und so ein gesellschaftlicher Wandel hin zu mehr Gerechtigkeit unterstützt wird." Aber wie erreicht man das?

Die Verantwortlichen der Bremer Friedensstiftung die schwelle möchten bewusst die Bandbreite von kleinen Friedensinitiativen darstellen. So wollen sie beispielsweise nicht nur den Preisträgern ihres Friedenspreises eine Öffentlichkeitsplattform bieten, sondern auch viele weitere vorbildliche Bewerber publik machen. Die „guten Nachrichten“, also diese Arbeit wenig bekannter Friedensarbeiter vor Ort, soll sich herumsprechen, als Vorbild dienen und zu eigenen Taten ermutigen.

Soziale Medien und wir? Eine Öffnung

Was liegt beim Thema „Ausstrahlen, Empfehlen und Verbreiten“ näher als Social Media? Als ich im Herbst vergangenen Jahres zum ersten Mal in diesem Zusammenhang mit der Stiftung zusammentraf, lag das für die Kuratoriumsmitglieder noch gar nicht so nahe – eher in weiter Ferne. Die Hauptfrage, wegen der Sebastian Büttner – der sich, als ich ihm von der Anfrage erzählte, ebenfalls bereit erklärt hatte, das Projekt mit seiner Firma zu unterstützen – und ich im Herbst 2012 aus Köln zur Kuratoriumssitzung in Bremen anreisten, war: Was kann eine preisgünstigere und effektivere Publikationsform mit den Preisträgern und den weiteren erwähnenswerten Initiativen sein als die bis dato alle zwei Jahre zur Friedenspreisverleihung veröffentlichte recht dicke Broschüre? Das Internet in Form des Webauftritts stand als Antwort schon im Raum bevor wir kamen, Social Media nicht wirklich. Gerade Schulklassen ließen das schöne und aufwendig gestaltete Buch gerne auf den Sitzplätzen liegen, anstatt es zu lesen und weiterzugeben. Das war aber der eigentliche Zweck der Publikation gewesen. An den Texten und Informationen in der Broschüre konnte es nicht liegen. Die waren interessant geschrieben, kurz, bündig, bebildert und informativ. Aber wer gibt eine dicke Broschüre weiter? Und welcher junge Mensch blättert noch viel in Gedrucktem?

Auch in der Zusammenarbeit zwischen uns „Beratenden und Umsetzenden“ und der schwelle trafen unterschiedliche Generationen aufeinander. Die aus professioneller Sicht an der Konzeption und Umsetzung Beteiligten entstammten eher der Internet-Generation, die Kuratoriumsmitglieder waren stärker Print-geprägt. (Sehr bewundernswert fand ich aber die Bereitschaft der Mitglieder, sich auf Neues einzulassen und damit auseinanderzusetzen, auch wenn das natürlich ein längerer Prozess war.)

Während wir uns gemeinsam und getrennt mit einer Alternative zur Friedenspreis-Broschüre beschäftigten, behandelten wir viele grundsätzliche Fragen: Wer wird schon erreicht und trägt die „guten Nachrichten“ bereits weiter, wer noch nicht, obwohl es schön/sinnvoll wäre? Zu der letzten Gruppe gehörten, wie angedeutet, vor allem jüngere Menschen. Schnell waren wir auch bei ganz grundsätzlichen kommunikativen Themen:

Was drückt das Logo aus? Was der Name für den, der die Stiftung nicht kennt? Was das ‚Corporate Design‘? Und wäre die aktuelle Website überhaupt geeignet, um als Zentrale für Soziale Medien zu dienen? Welche Sprachen müssen sich auf der Website wiederfinden, welche Medienformen ...?

Dabei heraus kamen
(fürs Erste) ein neues, offeneres ‚Corporate Design‘, ein neuer einfacherer Beisatz („Beiträge zum Frieden“ statt „Beiträge zur Friedensarbeit“) ein neuer Webauftritt mit Projekt-Weltkarten, einem Newsletter, einer Mediathek, einem Terminkalender und vielem mehr sowie ein Facebookauftritt und dieses Blog. Alles soll (noch) mehr Lust machen, die beispielhaften Initiativen kennen zu lernen und die Ideen und Konzepte weiterzutragen – gerade auch Jüngeren.

Froh bin ich, dass wir es – aus unserer Sicht – gemeinsam geschafft haben, dem Stil und der Idee der Stiftung die schwelle treu zu bleiben, ihn eher sogar noch zu unterstreichen. Trotzdem mussten natürlich manche Ideen aus Budget-, (ehrenamtlichen) Ressourcen- oder anderen Gründen weichen oder aufgeschoben werden, wie z. B. Twitter. Aber Dank hier noch mal dem großen, häufig ehrenamtlichen Engagement aller Beteiligten, ohne dass auch die dennoch erreichte Bandbreite nicht möglich gewesen wäre!

Viele kleine Beiträge bewegen viel – auch in den sozialen Medien

Neben der Frage, was umgesetzt werden sollte, stellte sich die Frage, wer die neuen Kommunikationskanäle „bedienen“ sollte. Denn die Geschäftsführerin in Teilzeit hatte zu Recht Angst, neben der redaktionellen Arbeit nicht mehr zu viel anderem zu kommen. Und so beschäftigte nicht nur sie sich ausführlich mit den neuen Kommunikationsformen, sondern auch alle anderen Kuratoriumsmitglieder, die gerne schreiben, fotografieren, filmen oder dem Ganzen zumindest eine Chance geben wollten.

Das Thema Blog stieß aus verschiedenen Gründen besonders schnell auf Anklang und Einigkeit: Die Kuratoriumsmitglieder sind selbst viel international unterwegs, beispielsweise bei Projektpartnern, und beschäftigen sich auch im Rahmen ihrer Arbeit und/oder des Auswahlprozesses viel mit interessanten Projekten, über die sie im Anschluss einen Bericht fürs Kuratorium schreiben, der nun als Grundlage für das Blog dienen kann.

Daneben ist geplant, dass in Zukunft auch Preisträger und Partnerprojekte ihre Perspektive beisteuern – in Form von Texten, Bildern und/oder oder Videos Einblicke in den Alltag der „unbekannten Friedensarbeit“ in der ganzen Welt geben und sie konkreter gestalten. Und genau das ist Ziel dieses Blogs:

Wir wollen – im Sinne der Grundideen der Stiftung die schwelle – ganz persönliche Schlaglichter werfen auf die Friedensarbeit und die kleinen, wichtigen Schritte vor Ort – ob in Bremen, Europa, Russland, Afrika, Asien, Amerika ... oder Hintertupflingen. Wir sind selbst gespannt, wohin es sich entwickelt und freuen uns, wenn Sie diesen Prozess durch ihre Kommentare und Anregungen mitgestalten und mitverfolgen!

Aus ein paar Gedanken von ein paar Menschen zu einer Broschüre hat sich schon viel entwickelt. Mal sehen, was erst aus vielen kleinen Gedanken, Taten und Erlebnisses vieler Menschen weltweit im Austausch zur Friedensarbeit alles entstehen kann. Einen kleinen Beitrag dazu will dieses Blog leisten ...

Weiterführende Links

Website die schwelle

Facebook-Auftritt die schwelle